Stufenbarren
Stufenbarren für Schule und Verein
Stufenbarren-Kaufberatung: So kaufen Sie den perfekten Stufenbarren für Ihre Turnhalle
Der Stufenbarren ist ein absolutes Herzstück des Gerätturnens im Schulsport und Vereinsturnen. Das Stufenbarrenturnen fordert Kraft, fördert die Koordination und verleiht den Turnenden das wunderbare Gefühl, fast fliegen zu können. Doch die Wahl des richtigen Geräts kann eine echte Herausforderung sein. Sicherheit, Langlebigkeit und eine unkomplizierte Handhabung stehen im Fokus. Damit Sie genau den Stufenbarren finden, der zu den individuellen Bedürfnissen Ihrer Sportstätte passt, haben wir hier die wichtigsten Kaufkriterien für Sie zusammengefasst.
- Was ist der Unterschied zwischen Barren und Stufenbarren?
- Warum sind die Holme beim Stufenbarren so weit auseinander?
- Wie hoch ist ein Stufenbarren?
- Wie funktioniert die Höhenverstellung bei einem modernen Stufenbarren?
- In 5 Schritten zum passenden Barren
- Die richtige Mattenausstattung für maximale Sicherheit
1. Was ist der Unterschied zwischen Barren und Stufenbarren?
Der Name verrät hier eigentlich schon das wichtigste Detail. Bei einem Barren, der ein klassisches Männerturngerät ist und oft auch Männerbarren oder Parallelbarren genannt wird, befinden sich die beiden Holme exakt auf der gleichen Höhe und verlaufen parallel zueinander. Beim Stufenbarren hingegen sind die beiden Holme in unterschiedlichen Höhen angebracht. Es gibt also immer einen „unteren“ und einen „oberen“ Holm, die zudem durch eine asymmetrische Konstruktion weiter voneinander entfernt sind. Der Stufenbarren ist ein klassisches Gerät im Frauenturnen.
Unser Tipp: Für Schulen und Breitensportvereine ist der Mehrzweckbarren die ideale Lösung. Er lässt sich mit wenigen Handgriffen vom parallelen Barren zum Stufenbarren umbauen.
2. Warum sind die Holme beim Stufenbarren so weit auseinander?
Der große Abstand zwischen den Holmen dient in erster Linie der Sicherheit und modernen Turndynamik. Während am Stufenbarren früher eher statische Übungen geturnt wurden, dominieren heute Flugelemente und ausladende Riesenfelgen. Damit die Turnerinnen beim rasanten Schwingen am oberen Holm nicht mit den Beinen oder der Hüfte gegen den unteren Holm prallen, muss ausreichend Platz dazwischen sein. Genau aus diesem Grund ist der diagonale Abstand bei hochwertigen Stufenbarren individuell verstellbar, sodass er perfekt an die Körpergröße und die Schwungweite der jeweiligen Sportlerin angepasst werden kann.
3. Wie hoch ist ein Stufenbarren?
Im Trainingsalltag von Schulen und Breitensportvereinen turnen Kinder und Erwachsene unterschiedlichster Größen. Im professionellen Wettkampfsport sind die Höhen nach den Vorgaben des Weltturnverbandes FIG strikt genormt. Gemessen wird vom Hallenboden aus:
- Oberer Holm: 250 cm
- Unterer Holm: 170 cm
4. Wie funktioniert die Höhenverstellung bei einem modernen Stufenbarren?
In der Turnhalle muss es schnell gehen und 100 % sicher sein. Daher nutzen hochwertige Barren eine Kombination aus Rasterung und Schnellspannern.
Und so geht´s:
- Fixierung lösen – dazu den seitlichen Schnellspanner am Standrohr des Geräts betätigen.
- Entriegeln und den Sicherungsbolzen herausziehen.
- Das Rohr samt Holm nach oben oder unten schieben. Das Verstellen erfolgt meist in vorgegebenen Rasterschritten (oft in 5-cm-Abständen).
- Bolzen einrasten lassen und Klemmhebel festziehen.
5. In 5 Schritten zum passenden Barren
1. Einsatzbereich: Zuerst steht die Kernfrage im Raum, wer an dem Stufenbarren turnen wird?- Für den Schulsport: Hier stehen Vielseitigkeit, ein schneller Aufbau und einfache Verstellbarkeit im Vordergrund. Die Geräte müssen robust sein und von Lehrkräften im engen Zeitrahmen einer Schulstunde problemlos angepasst werden können. Oft sind hier frei stehende Modelle ohne Bodenverspannung oder Mehrzweckbarren, die sich zum Parallelbarren umbauen lassen, die beste Wahl.
- Für den Vereinssport und Wettkämpfe: Hier geht es um höchste Präzision, maximale Stabilität und optimale Schwingungseigenschaften. Für den professionellen Einsatz sind Stufenbarren mit einer doppelten Bodenverspannung unerlässlich. Sollen Wettkämpfe ausgetragen werden, ist ein Wettkampfbarren mit FIG-Zertifikat (Fédération Internationale de Gymnastique) erforderlich.
2. Holme: Die Holme sind der direkte Kontaktpunkt für die Hände und entscheiden über Grip, Kraftübertragung und Sicherheit. Setzen Sie auf Holme mit einem Glasfaser-Kern und einer Holzummantelung aus bruchsicherem Schichtholz. Der Glasfaserkern sorgt für die nötige Elastizität und verhindert ein Durchbrechen, während das Holzschicht-Furnier Schweiß gut aufnimmt und für den perfekten Grip sorgt.
3. Höhen- und Breitenverstellung: Achten Sie auf leichtgängige, ergonomische Schnellspannhebel, die eine schnelle und einfache Verstellung ermöglichen. Da die Holme samt Rohren recht schwer für eine einzelne Lehrkraft sind, verfügen moderne, hochwertige Stufenbarren über einen integrierten Gewichtsausgleich (z. B. durch Gasdruckfedern). Das bedeutet, dass die Holme nach dem Entriegeln fast wie von selbst nach oben gleiten und beim Herunterdrücken sanft abbremsen. Dieses ermöglicht eine mühelose und rückenschonende Bedienung durch 1 Person.
4. Stabilität: Ein Stufenbarren ist enormen Fliehkräften ausgesetzt. Die Standfestigkeit ist daher das A und O für die Sicherheit Ihrer Schützlinge.
- Verspannte Stufenbarren: Sie werden mittels Stahlseilen und Ketten an speziellen Bodenankern im Hallenboden fixiert. Sie bieten maximale Stabilität und sind für das Leistungsturnen mit Flugelementen zwingend erforderlich.
- Frei stehende Stufenbarren/Übungsbarren: Sie benötigen keine Bodenanker, da sie durch eine schwere Grundkonstruktion (oft mit integrierten Gewichten) oder einen breiteren Standfuß stabilisiert werden – ideal für Schulen oder Hallen, in denen keine Bodenhülsen genutzt werden dürfen.
5. Transport und Lagerung: Achten Sie darauf, dass im Lieferumfang integrierte oder ansteckbare Transportrollen (Fahrwerke) enthalten sind. So können auch schwere Geräte von nur 2 Personen rücken- und bodenschonend in den Geräteraum gerollt werden. Praxistipp: Messen Sie vor dem Kauf Ihren Geräteraum aus. Einige Modelle lassen sich platzsparend zusammenschieben.
6. Die richtige Mattenausstattung für maximale Sicherheit
Wer hoch fliegt, muss sicher landen. Um Verletzungen bei Abgängen oder Stürzen effektiv zu vermeiden, bedarf es ausreichend Schutz durch Niedersprungmatten. Diese verfügen über einen speziellen Kern, der die enorme Aufprallenergie beim Abgang absorbiert, ohne dass die Turner:innen zu tief einsinken. Achten Sie auf die Zertifizierung nach der europäischen Norm EN 12503-1 Typ 4 oder 5, denn diese ist die Voraussetzung für den sicheren Schul- und Vereinssport.
Bei verspannten Geräten benötigen Sie entsprechende Fallschutzmatten für den Bereich der Spannseile. Speziell zugeschnittene Mattensätze haben passgenaue Aussparungen (Ausschnitte) für die Standfüße und Spannseile. Sie umschließen das Gerät lückenlos und schaffen eine große, einheitliche und sichere Landefläche.
Praxis-Tipp: Ein spezieller Prallschutz für die Holme sorgt für noch mehr Sicherheit. Mittels Klett am Holm befestigt, eignet er sich hervorragend für das Training neuer Elemente.
In unserem Sport-Thieme Turn-Shop finden Sie den passenden Stufenbarren für Ihre Turnhalle. Jetzt stöbern und bestellen. Und falls Sie Fragen zu einem Stufenbarren, Turnbarren oder anderen Turngeräten haben, rufen Sie uns an.